L'italiano

Toto Cutugno

Die Geschichte hinter dem Song

Die Idee kam Toto Cutugno nach einem Konzert in Toronto, wo er vor italienischen Auswanderern spielte und ihnen ein Lied widmen wollte. Den Text schrieb sein damaliger Partner Cristiano Minellono, angeregt vom Titel einer Sendung auf Canale 5, Buongiorno Italia. Der Arbeitstitel lautete „Con quegli occhi di italiano“, mit diesen italienischen Augen. Selbst singen wollte Cutugno den Song zunächst nicht. Er bot ihn Adriano Celentano an, der ablehnte. Danach überlegte er, ihn dem Imitator Gigi Sabani zu geben, der ihn als Celentano-Parodie vortragen sollte. Erst Sanremo-Organisator Gianni Ravera überzeugte Cutugno nach dem Anhören, das Lied in seinem eigenen Stil zu singen. Beim Festival 1983 landete es nur auf Platz fünf, gewann aber den Nebenwettbewerb und wurde Zweiter in der Wertung der Kritiker. Es wurde Cutugnos größter internationaler Erfolg und in ganz Europa und darüber hinaus gecovert, von einer finnischen Version über das Finnischsein bis zu Fassungen auf Hebräisch, Hindi, Vietnamesisch und Arabisch. In den 1990er Jahren geriet es etwas in Vergessenheit, bis Cutugno es 2006 bei einem Konzert in Rom zur Feier des italienischen WM-Titels sang und eine neue Welle der Begeisterung auslöste. Ein Lied für Italiener fern der Heimat wurde so zur Hymne, die sich Italiener gegenseitig vorsingen.

Geschichten