Je t'aime... moi non plus

Serge Gainsbourg

Die Geschichte hinter dem Song

Ursprünglich schrieb Serge Gainsbourg „Je t'aime... moi non plus“ Ende 1967 für Brigitte Bardot. Der Überlieferung nach rief sie ihn nach einem enttäuschenden Rendezvous an und verlangte zur Buße das schönste Liebeslied, das er sich vorstellen könne, und er schrieb es noch in derselben Nacht. Sie nahmen es in Paris auf, doch die Presse bekam Wind davon, Bardots Ehemann Gunter Sachs verlangte, die Single zurückzuziehen, und Bardot flehte Gainsbourg an, sie nicht zu veröffentlichen. Er willigte widerwillig ein und klagte, das erste Liebeslied seines Lebens werde gleich falsch verstanden. 1968 begann Gainsbourg eine Beziehung mit der englischen Schauspielerin Jane Birkin und bat sie, das Lied mit ihm aufzunehmen. Birkin sagte später, sie habe es nur gesungen, weil sie nicht wollte, dass eine andere es tut. Er ließ sie eine Oktave höher singen als Bardot, und nach ihrer eigenen Erzählung steigerte sie sich so in das Atmen hinein, dass man sie bremsen musste; die kleine Pause ist bis heute zu hören. Im Februar 1969 erschien die Single in schlichter Hülle mit dem Vermerk, sie sei für unter 21-Jährige verboten. In Spanien, Schweden, Brasilien, Italien und Großbritannien wurde sie vom Radio verbannt, die Vatikanzeitung verurteilte sie. Die Verbote halfen nur. In Großbritannien wurde die Platte auf Platz zwei aus dem Handel genommen, bei einem anderen Label neu veröffentlicht und erreichte Platz eins: die erste verbotene und die erste fremdsprachige Single an der Spitze der britischen Charts. Laut Birkin nannte Gainsbourg den Papst ihren besten PR-Mann, und die Aufnahme bleibt das berühmteste Flüstern des französischen Pop.

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