La Vie en Rose

Édith Piaf

Die Geschichte hinter dem Song

Den Text von „La Vie en rose“ schrieb Édith Piaf 1945 selbst, und kaum jemand in ihrem Umfeld glaubte daran. Als sie das Lied der Komponistin Marguerite Monnot anbot, tat diese es als Albernheit ab. Ihr Songwriter-Team hielt es für schwächer als den Rest ihres Repertoires, also legte sie es beiseite. Die Musik wurde schließlich Louiguy zugeschrieben, vollendet hat sie aber wohl Robert Chauvigny. Piaf bot den Song sogar einer anderen Sängerin an, Marianne Michel, die in der Titelzeile ein Wort änderte: aus den Dingen wurde das Leben. Ein Jahr später überlegte Piaf es sich anders. 1946 sang sie das Lied erstmals im Konzert, und das Publikum war sofort begeistert. Sein Bild vom Glück, die wahre Liebe zu finden, traf Menschen, die gerade die Entbehrungen des Zweiten Weltkriegs überstanden hatten. Columbia brachte es 1947 als Single heraus, allein in den USA wurde es eine Million Mal verkauft. 1950 schafften es mit englischem Text von Mack David sieben amerikanische Versionen in die Billboard-Charts, darunter Aufnahmen von Bing Crosby, Dean Martin und Louis Armstrong. Das Lied machte Piaf international berühmt, und ermutigt von diesem Erfolg schrieb sie noch achtzig weitere. Grace Jones machte daraus 1977 einen Bossa-nova-Hit, Armstrongs Version erreichte durch den Film WALL-E eine neue Generation, und das Piaf-Biopic von 2007 trägt seinen Titel. Kaum ein Lied, an dem das eigene Team zweifelte, ist so weit gereist.

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