A quién le importa

Alaska

Die Geschichte hinter dem Song

Das Lied begann im Urlaub. Carlos Berlanga fing auf der griechischen Insel Mykonos an, es zu schreiben, und vollendete den Text nach seiner Rückkehr nach Spanien mit seinem Bandkollegen Nacho Canut. Die beiden hörten damals den neuen Hi-NRG-Clubsound, die Sängerin Sinitta und Gloria Gaynors I Am What I Am, und genau diese Mischung aus Clubpuls und Selbstbehauptung zieht sich durch den Song. Hispavox veröffentlichte ihn im März 1986, als Auskopplung aus No es pecado, dem dritten Album von Alaska y Dinarama, produziert von Nick Patrick. Der Text handelt von persönlicher Freiheit: so zu leben, wie man will, ohne sich danach zu richten, was die anderen denken. Von Sexualität ist nie die Rede, doch die LGBT-Community machte den Song trotzdem zu ihrer Hymne, und er wurde zu einem der prägenden Lieder der 1980er in Spanien. Das Video entstand in einer Kulisse von La bola de cristal, der Kindersendung, die Alaska damals moderierte; darin tanzt Alaska auf einer runden Plattform unter einer kreisenden Discokugel. Es gilt als erfolgreichste Single ihrer Karriere, und der Rolling Stone setzte es später auf Platz 52 der besten spanischen Pop-Rock-Songs. Thalía verlegte ihre Version 2002 in einen Schwulenclub in Manhattan, auch Raphael, Rozalén und Bebe haben es aufgenommen. 2010 spielten Alaska und Canut es als Fangoria neu ein, und 2017 sang Alaska es mit anderen Künstlern als Hymne des WorldPride Madrid. Vier Jahrzehnte später klingt sein Achselzucken gegenüber allen, die urteilen, noch immer wie eine offen gehaltene Tür.

Geschichten