Dead Men Don't Smoke Marijuana

S. E. Rogie

Die Geschichte hinter dem Song

S. E. Rogie wurde 1926 als Sooliman Ernest Rogers in Fonikoh im Distrikt Pujehun in Sierra Leone geboren. Als Junge bezahlte er die Grundschule, indem er Feuerholz schlug und verkaufte. Später arbeitete er in Freetown als Schneiderlehrling, und Musiker unter seinen Kunden brachten ihn zur Gitarre. Er brachte sich das Spielen weitgehend selbst bei, lernte von Palmweinmusikern und von den Platten des amerikanischen Countrysängers Jimmie Rodgers, die sein Bruder besaß und dessen Zupfstil und Jodeln er gern nachahmte. Er sang auf Englisch, Krio, Mende und Temne, und Hits wie My Lovely Elizabeth machten ihn bekannt. Seine Laufbahn führte ihn weit weg von zu Hause. 1973 zog er in die Gegend um San Francisco, spielte an Schulen in ganz Kalifornien und nannte sich Rogie, weil das afrikanischer klang. 1988 holte ihn der BBC-Radio-1-DJ Andy Kershaw nach England. Dort nahm er eine Session für die BBC auf, spielte beim Cambridge Folk Festival und tourte mit einer neuen Band, den Palm-Wine Tappers. Dead Men Don't Smoke Marijuana war das Titelstück seines letzten Albums, aufgenommen 1994. Im Februar jenes Jahres hatte er eine Bypass-Operation am Herzen, reiste aber gegen ärztlichen Rat zu einem Auftritt nach Estland und verlor auf der Bühne das Bewusstsein. Er wurde von Tartu nach London geflogen und starb am 4. Juli 1994 im Alter von 68 Jahren im Lewisham Hospital. Die Platte wurde zu seinem Abschied, und seine sanfte Palmwein-Gitarre findet bis heute neue Bewunderer, von Vampire Weekend, die sein Spiel sampelten, bis zu Taj Mahal, der von Rogie gelernt haben soll, eine Gitarre zum Klingen zu bringen.

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