Sibèba

Hijas del Sol

Die Geschichte hinter dem Song

Hijas del Sol sind eine Tante und ihre Nichte. Piruchi Apo Botupá und Paloma Loribo Apo stammen beide von der Insel Bioko und schreiben und singen auf Bubi und Spanisch. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten sie 1992 bei einem Wettbewerb im Centro Cultural Hispano Guineano, wo sie die Preise für das beste eigene Lied und die beste Choreografie gewannen. Im selben Jahr reisten sie zum ersten Mal nach Spanien, um auf der Expo in Sevilla und beim OTI-Festival aufzutreten. Später zog das Duo nach Madrid, wo es in der Kulturszene der Stadt Fuß fasste und Manu Chao kennenlernte, der zu seinem Mentor wurde. Das Debütalbum, 1995 beim unabhängigen Label Nubenegra erschienen, verband traditionellere Bubi-Musik mit eigenen Liedern. Der Titel Sibèba bedeutet etwa das, was man erreichen will, und wurde auch als ein Ort der Rettung übersetzt, der den Besten vorbehalten ist. Die Lieder bewegen sich zwischen Bubi-Traditionen und katholischen Bräuchen und greifen auch die Probleme auf, mit denen äquatorialguineische Einwanderer in Spanien zu kämpfen haben. Die britische Zeitschrift Folk Roots setzte Sibèba auf Platz eins ihrer Jahresliste 1995, und das Album erschien in ganz Europa, den USA, Kanada und Japan. So fand Gesang auf Bubi ein Publikum fern von Bioko. Sechs Jahre später erreichten Hijas del Sol mit ¡Ay! Corazón Platz eins der spanischen Los 40 Principales. Beide Frauen verfolgen inzwischen Solokarrieren, doch Sibèba bleibt die Platte, die die Stimme ihrer Insel in die Welt trug.

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