Mi Niña Lola

Buika

Die Geschichte hinter dem Song

Concha Buika kam 1972 in Palma de Mallorca zur Welt, in einer Familie politischer Exilanten aus Äquatorialguinea. Ihr Vater war der frühere Politiker und Schriftsteller Juan Balboa Boneke. Sie wuchs im Viertel Son Gotleu in Palma auf, wo die Gemeinschaft der Gitanos zu ihrem zweiten Zuhause wurde. Im Flamenco fand sie eine ehrliche Ausdrucksform und einen Ausweg aus Armut und Ausgrenzung. Ihre erste Platte, Mestizüo, erschien 2000 mit dem Pianisten Jacob Sureda, und Anfang der 2000er Jahre lieh sie ihre Stimme auch House-Tracks von DJs. Der Wendepunkt war 2006 das Album Mi Niña Lola, entstanden mit dem Produzenten Javier Limón. Das Titelstück war nicht neu: Es stammte ursprünglich vom Flamencosänger Pepe Pinto, und auf derselben Platte deutete sie den Copla-Klassiker Ojos verdes neu. Das Album erhielt Gold, überreicht von Joaquín Sabina, gewann den spanischen Musikpreis für das beste Album der Canción española und einen Preis der deutschen Schallplattenkritik. Danach folgte eine internationale Karriere: Latin-Grammy-Nominierungen für Niña de fuego 2008, ein Latin Grammy für ihre Hommage an Chavela Vargas, Lieder in einem Film von Pedro Almodóvar und ein Platz auf der NPR-Liste der 50 großen Stimmen. Eine Tochter äquatorialguineischer Exilanten, aufgewachsen unter Gitanos auf Mallorca, hatte sich die alten Lieder Spaniens zu eigen gemacht.

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