Anak

Freddie Aguilar

Die Geschichte hinter dem Song

Freddie Aguilar verließ mit 18 sein Elternhaus, ohne die Schule abzuschließen. Sein Vater hatte gehofft, er würde Anwalt werden, und war tief enttäuscht. Aguilar zog mit kaum mehr als seiner Gitarre weit fort, und ohne jemanden, der ihm Halt gab, verfiel er dem Glücksspiel. Fünf Jahre später bereute er seine Fehler und schrieb „Anak“, was Kind bedeutet, als Lied der Reue und als Bitte um Verzeihung an seine Eltern. Im Mittelpunkt stehen philippinische Familienwerte, die Bindung zwischen Eltern und einem Kind, das vom Weg abgekommen ist. Aguilar kehrte heim und bat um Vergebung, und seine Eltern nahmen ihn mit offenen Armen auf. Nachdem sein Vater den Text gelesen hatte, versöhnten sich die beiden und kamen sich viel näher, doch der Vater starb kurz darauf. Der Musikwissenschaftler Felipe de Leon Jr. merkte an, dass das Lied zwar westlich komponiert ist, aber Elemente der Pasyon-Tradition trägt. 1978 kam das Lied ins Finale des ersten Metropop Song Festival in Manila und verbreitete sich von dort über die Philippinen und weit darüber hinaus. In Japan, Korea, Hongkong, Taiwan, Thailand, Deutschland, den Niederlanden und Vietnam entstanden eigene Fassungen, im Jahr 2000 inspirierte es einen Spielfilm. Es gilt als meistverkaufte Single eines philippinischen Künstlers aller Zeiten. Über vier Jahrzehnte später ist es noch immer das Lied, zu dem Filipinos greifen, wenn es um Familie, Reue und Heimkehr geht.

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