Mexiko1965

Cucurrucucú Paloma

Lola Beltrán

Die Geschichte hinter dem Song

Lola Beltrán verdankte ihren Durchbruch der Weigerung, hinter der Schreibmaschine zu bleiben. Sie war mit ihrer Mutter aus Sinaloa nach Mexiko-Stadt gezogen und arbeitete als Sekretärin beim Radiosender XEW, wo sie so lange bat, singen zu dürfen, bis man sie ließ. Die Hörer waren so begeistert, dass sie innerhalb eines Jahres eine eigene Sendung hatte. Bei XEW lernte sie den Liedermacher Tomás Méndez kennen, der fortan Lieder für sie schrieb. Méndez schrieb Cucurrucucú Paloma 1954 als Huapango. Der Titel ahmt den Ruf der Trauertaube nach, der durch den Refrain hallt, und der Text handelt von Liebeskummer. Zuerst sang Pedro Infante das Lied im Kino, in der Komödie Escuela de vagabundos von 1955, und Harry Belafonte machte 1956 die erste Schallplattenaufnahme. Doch zu eigen machte es sich Beltrán. 1965 gab der Song einem Film von Miguel Delgado den Titel, in dem sie eine Figur namens Paloma Méndez spielte, und neben Paloma Negra wurde ihre Version weltweit mit ihrem Namen verbunden. Als Lola la Grande sang sie später unter anderem vor Charles de Gaulle, Tito und Leonid Breschnew. Die Taube flog weiter. Caetano Veloso sang das Lied 2002 als leises Kunstlied in Pedro Almodóvars Sprich mit ihr, und es tauchte in Filmen von Happy Together bis Moonlight auf. Von Nana Mouskouri und Joan Baez bis Natalia Lafourcade haben es unzählige Stimmen aufgenommen, und 2019 sang der Tenor Juan Diego Flórez es an der Mailänder Scala und begleitete sich dabei selbst auf der Gitarre.

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