La Rebelión

Joe Arroyo

Die Geschichte hinter dem Song

Joe Arroyo wuchs im Viertel Nariño in Cartagena auf, an der kolumbianischen Karibikküste. Schon mit acht Jahren sang er für Geld in den Bordellen des Rotlichtviertels der Stadt. Als Erwachsener schuf er einen ganz eigenen Stil, indem er Salsa und Cumbia mit Soca, Compas, Zouk und anderer Musik der afrikanischen Diaspora mischte, und sein berühmtestes Lied schrieb er über die Stadt, die ihn geprägt hatte. „La Rebelión“ erzählt von einem afrikanischen Paar, das im Cartagena des 17. Jahrhunderts einem Spanier als Sklaven gehört. Als der Herr die Frau misshandelt, rächt sie ihr Mann, und ein Aufstand beginnt. Es ist eine brutale Geschichte zu einem Groove, der zum Tanzen gemacht ist, zusätzlich beflügelt durch ein Klaviersolo von Chelito De Castro, und gerade dieser Kontrast macht seine Kraft aus. Das Lied wurde ein internationaler Hit und eine Hymne des Stolzes für Menschen afrikanischer Herkunft in ganz Lateinamerika. Arroyo gewann beim Karneval von Barranquilla zehnmal den Congo de Oro, so oft, dass das Festival 1990 eigens für ihn einen Super Congo de Oro schuf. Als er 2011 starb, titelte eine Zeitung schlicht, El Joe sei die Rebellion gewesen. Billboard zählt das Lied zu den besten Salsa-Songs aller Zeiten, Viva Music Colombia setzte es auf Platz eins der wichtigsten kolumbianischen Lieder, und in Cartagena steht heute eine Bronzestatue von Arroyo, in der Stadt, deren Vergangenheit er vertonte.

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