Kamerun1972
Soul Makossa
Manu DibangoDie Geschichte hinter dem Song
Soul Makossa war die B-Seite. 1972 richtete Kamerun zum ersten Mal den Afrika-Cup aus, und Manu Dibango nahm eine Hymne für die Nationalmannschaft auf, mit einem Text des Dichters und Musikwissenschaftlers S.M. Eno Belinga. Auf die Rückseite packte er ein lockeres, funkiges Stück, größtenteils auf Duala gesungen und aufgebaut um ein skandiertes Wortspiel mit Makossa, der Tanzmusik, für die er bekannt war.
Im selben Jahr fand der DJ David Mancuso ein Exemplar in einem westindischen Plattenladen in Brooklyn und spielte es auf seinen Partys im Loft. Die Reaktionen waren so begeistert, dass die wenigen Exemplare in New York schnell ausverkauft waren. Dann spielte Frankie Crocker den Song immer wieder auf WBLS, damals der beliebteste Schwarze Radiosender der Stadt. Das Original war so schwer zu bekommen, dass mindestens 23 Gruppen eilig Coverversionen veröffentlichten. Atlantic Records lizenzierte Dibangos Aufnahme vom französischen Label Fiesta, und 1973 erreichte sie Platz 35 der Billboard Hot 100, zeitgleich mit einer Coverversion von Afrique.
Am weitesten reiste der skandierte Refrain. Michael Jackson übernahm ihn für Wanna Be Startin' Somethin' auf Thriller und einigte sich damals mit Dibango, Rihanna wiederum nutzte 2007 Jacksons Version für Don't Stop the Music, woraufhin Dibango in Paris klagte. Soul Makossa gilt als meistgesampelter afrikanischer Song der Geschichte. Nicht schlecht für eine Platte, die eigentlich nur die Rückseite einer Fußballhymne sein sollte.