Beds Are Burning

Midnight Oil

Die Geschichte hinter dem Song

1986 ließen Midnight Oil die Bühnen der Großstädte hinter sich und tourten durchs Outback. Sie spielten in abgelegenen Aborigine-Gemeinden und sahen mit eigenen Augen, wie ernst die Probleme bei Gesundheit und Lebensbedingungen waren. Aus dieser Reise heraus schrieben Peter Garrett, Jim Moginie und Rob Hirst „Beds Are Burning“, ein Lied darüber, wie die Aborigines von ihrem Land verdrängt worden waren. Im Zentrum steht ein Vorrefrain, der schlicht sagt: Das Land gehört ihnen, gebt es zurück. Die Band wollte auf keinen Fall klingen, als könnte sie von überall stammen. Landrechte seien in vielen Ländern ein Thema, erklärte Hirst später, doch Midnight Oil wollten konkrete Ortsnamen und Details in ihren Songs. Deshalb tauchen hier die Kintore Ranges auf, der Ort Yuendumu, Holden-Autos und alte australische Politslogans. Das Lied eröffnete 1987 das Album Diesel and Dust und erreichte entgegen allen Erwartungen Platz eins in Neuseeland, Südafrika und Kanada sowie die US-Top-20. Garrett selbst fragte sich, wer gedacht hätte, dass ein Lied über Aborigine-Landrechte so weit reisen würde. Bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2000 in Sydney spielte die Band es ohne Erlaubnis des IOC, wegen seiner politischen Botschaft. 2009 machten sechzig Musiker und Persönlichkeiten, darunter Kofi Annan und Desmond Tutu, daraus einen Appell zum Klimawandel, und 2022 veröffentlichte eine Band aus dem Northern Territory eine Fassung auf Arrernte und Englisch. Eine Jury der APRA wählte es zum drittbesten australischen Lied aller Zeiten, und seine Forderung hat nie an Aktualität verloren.

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